Der Yoga

“Ein spiritueller Weg der nicht in den Alltag führt ist ein Irrweg”
W. Jäger

Wohin kommt man durch Yoga? Viele Menschen haben sich von sich selbst entfernt und Yoga bringt einen zurück zu sich selbst. Das ist alles. Unser Gleichgewicht und unsere Stabilität sind im allgemeinen labil. Oft reicht ein kleines Ereignis, uns aus dem Gleichgewicht (aus unserer Mitte), von uns selbst weg zu bringen. Mit regelmäßiger Yogapraxis können wir Gelassenheit, Ruhe und Präsenz entwickeln und stabilisieren, so dass uns die Lebensereignisse nicht so schnell aus dem Gleichgewicht bringen, und wenn es dennoch geschieht, dass wir nicht darin hängen bleiben sondern uns schneller wieder einpendeln. Es geht darum die Energie zu halten, in der Liebe zu bleiben und präsent zu leben, den Geist verbunden mit dem Ewigen.

“Jeder der atmet kann Yoga praktizieren” (T. Krishnamacharya)
Yoga ist für jeden, unabhängig von Alter und Beweglichkeit.
Yoga holt den Mensch dort ab, wo er gerade ist und gibt somit jedem die Möglichkeit Yoga zu praktizieren.

Die Körperübungen des Yoga sollen sich dem Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Die Menschen sollen nicht in eine bestimmte Funktion (Haltung) gepresst werden, die Übungen werden den Bedingungen und Möglichkeiten des Teilnehmers individuell angepasst, damit sich ihre Wirkkraft entfalten kann.

Yoga ist keiner Religion zugehörig. Yoga ist keiner Religion zugetan, was bedeutet, Yoga respektiert alle Religionen. Yoga respektiert auch diejenigen, die keine Religion haben. Die „Spiritualität“ des Yoga besteht auch darin,  mit uns selbst, unserem Nächsten und der Umwelt in Harmonie zu leben.

Das Yogasutra bildet die Grundlage. Er ist ein zentraler Ursprungstext des Yoga und wurde von Patanjali verfasst. Wörtlich übersetzt bedeutet Sutra “Faden”. Das Yogasutra ist gewissermaßen ein Leitfanden für den Yoga und besteht aus Versen, in denen in hochkonzentrierter Form die Essenz des Yogaweges gebündelt ist. 

Der Atem wird auf besondere Weise in das Üben mit einbezogen. Die Atemqualität (lang und fein) wird sich mit regelmäßiger Übungspraxis im Laufe der Zeit entwickeln. Der Atem zeigt unmittelbar und fein an, was für den Menschen passend und förderlich ist. Wenn der Atem ruhig fließt, kann das Prāna, die Lebensenergie, ruhig fließen. Prāna wirkt auf alle körperlichen und geistigen Funktionen heilend.

“Deine Erleuchtung ist so groß, wie Dein Mitgefühl.”